Regionales entdecken: Meine Reise zum Wein
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Regionales entdecken: Meine erste Weinreise

Ich sage es gleich zu Anfang: Ich bin absolut kein Weinexperte. Deshalb war ich auch erst etwas unsicher, als ich die Einladung vom Deutschen Weininstitut* erhielt. Sie fragten, ob Alex und ich Lust hätten, mit nach Franken zu kommen. Das Motto war Junge Winzer treffen junge Journalisten. Mein Blogname ist ja nicht umsonst TRYTRYTRY und ich hatte euch bereits in meinem ersten Blogartikel erklärt, was er zu bedeuten hat. Wie hätte ich also nein sagen können? Ich möchte neues ausprobieren und nicht vor Unbekanntem zurückschrecken. Natürlich will ich auch immer wieder neue Sachen lernen und wie kann man das besser, wenn es auf einer Reise um ein Thema geht, mit dem man sich noch überhaupt nicht auskennt?


Regionales entdecken: Meine erste Weinreise


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Also sagte ich ja und begab mich mit Alex Anfang September nach Franken. Wie oben erwähnt, sollte sich diese Reise nur an ganz junge Leute richten - auf beiden Seiten. Wein ist schließlich schon längst nichts mehr etwas für ältere Leute. Im Gegenteil, es ist heutzutage schon ziemlich cool geworden, zu seinem Essen auch Wein zu trinken. Etwas, was sicher früher nicht so vorstellbar gewesen wäre. Als ich ein kleines Kind war, dachte ich auch, ich würde Alkohol erst mögen, wenn ich mindestens 50 Jahre alt bin! Doch damals dachte ich das allerdings auch über Bier.

Zurück zum Thema. Wein war für mich immer eine kleine Grauzone. Klar, man weiß, wie er schmeckt, dass es trockenen und süßen Wein gibt, roten und weißen und das Frankreich ganz bekannt ist für seinen Wein. Das war‘s auch fast schon. Klar, ich kannte noch ein paar bekannte Weinsorten wie Riesling oder Bordeaux, aber wisst ihr, warum man eigentlich Wein schwänkt? Und dauernd wird gesagt: Lass doch den Wein erstmal atmen. Was soll das eigentlich genau bedeuten? Wie.. man darf den Wein bei einer Weinprobe auch wieder ausspucken?


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Auf dieser Reise fand ich Antworten auf all diese Fragen. Die Winzer und Winzerin, waren alle in unserem Alter. Das machte es uns möglich, auf einer Ebene zu reden. Niemand blickte auf den anderen hinab. Sie hatten absolutes Verständnis dafür, dass man eben eigentlich noch nichts weiß und erklärten es mit einer solchen Leidenschaft, wie man sie nur bei Menschen antrifft, die ihre Arbeit lieben.

Auf der Reise probierte ich viel Wein. Sehr viel Wein! Wahrscheinlich so viel, wie ich das ganze letzte Jahr zusammengenommen getrunken hatte. Ich hatte am meisten davor Angst, dass es mir einfach nicht schmecken würde. Doch ich wurde wirklich überrascht. Mir schmeckten sehr viele Weine, sehr gut. Ich habe mir sogar meine Lieblingsweine notiert. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich Weine finde, die so sehr herausstechen, dass ich sie unbedingt nochmal trinken will. In Wirklichkeit hat doch jeder Wein seinen etwas eigenen Geschmack und eine ganz persönliche Note.

Die Winzergruppe ist übrigens eine ganz besondere. Abgesehen davon, dass alle unglaublich nett und aufgeschlossen waren, haben sie sich zu einer ganz besonderen Jungwinzergruppe zusammengeschlossen: ETHOS! Die Gruppe aus 13 fränkischen Winzern und Winzerinnen steht dafür, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und Chemie für ihre Felder abzulehnen. Sie möchten ehrliche und faire Weine anbieten, die möglicherweise etwas teurer sind, aber auch gleichzeitig den Grundgedanken vom Wein zurückholen: Genießen. Es ist wie mit dem Essen. Willst du wirklich das billigste vom billigsten kaufen, nur damit du mehr davon hast? Oder achtest du auf Qualität, kannst dafür aber nicht ganz so viel kaufen? Der Geschmack und die Qualität sind für die Winzer wichtig und deshalb setzen sie sich dafür ein.


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Regionales entdecken: Meine erste Weinreise

Ich denke, es braucht junge Winzer, um auch junge Leute an Wein heranzuführen. Sie haben einfach frischere und moderne Ideen und überholen damit andere. Das bezieht sich nicht nur auf den Wein, sondern auch auf die Namensgebung, Etiketten und vieles weitere. Nur beim Geschmack folgt jeder der Winzer oder Winzerinnen dem eigenen Bauchgefühl. Die einen möchten Traditionen wahren, die anderen neues riskieren. So oder so, es hat bei allen geschmeckt!

Auf dieser Reise war den Winzern vor allem eins wichtig: Sie wollten zeigen, das Wein trinken modern ist und zum Wein so viel mehr dazu gehört, als nur der Rebensaft in der Flasche. Mein persönliches Highlight der Reise war die Fahrt auf dem Schlepper, die steilen Weinberge runter. Ein bisschen Nervenkitzel schadet nie!

Wir haben euch ein Video zusammengeschnitten, indem ihr noch etwas mehr Eindrücke von der Reise erhaltet. Zuerst wollte ich es mit ganz klassischer Musik unterlegen, doch ich finde, nun zeigt es viel mehr die moderne Linie, die auch die Jungs und Mädels aus Franken fahren möchten!




Die Weine folgender Winzer der ETHOS-Gruppe haben wir probiert:

Weingut Markus Meier*
Weingut Schenk*
Weingut Stefan Bardorf*
Weingut Neder*
Weingut Scheuring*
Weingut Felshof*
Weingut Hümmel*
Weingut Schmachtenberger*
Weingut Six*

Es war eine unglaublich spannende und aufschlussreiche Reise und ich bin froh, dass wir mitgekommen sind!

Bis dann. Eure Laura

* Die Reisekosten wurden vom Deutschen Weininstitut übernommen. Die Weine durften wir kostenlos probieren.

Bild 3, 6, 9, 16, 18: (c) Deutsches Weininstitut