Bulgarien 2015
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Bulgarien 2015

Dieses Jahr ging es für mich nach Bulgarien, wo ich sowohl das Land, als auch das Meer sehen konnte. Ich reise normalerweise viel zu verschiedenen Städten, hauptsächlich in Europa, aber dieser Urlaub war mehr zur Erholung gedacht. Ich konnte ein wenig die bulgarische Kultur und Sprache kennenlernen. Das finde ich immer am spannensten und deshalb liebe ich das Reisen auch so sehr. Am liebsten mag ich es, Unterschiede zu finden. Heute nehme ich euch also mit auf einen kleinen Rückblick der Bulgarienreise.

Einerseits ist Bulgarien ein sehr armes Land. Das merkt man vor allem an der Infrastruktur und den heruntergekommenen Häusern. Autofahren ist dort wirklich kein Vergnügen, weil es tausende Löcher gibt. Außerdem fahren die Bulgaren auch etwas hemmungsloser, als wir es in Deutschland gewohnt sind. Andererseits sind die Menschen dort aber unglaublich herzlich und gastfreundlich. Du wirst über all nett empfangen, es wird mit dir geteilt und dafür gesorgt, dass du dich wohl fühlst.


Bulgarien 2015

Bulgarien 2015

Die Sprache an sich erinnert etwas an die Russische. Auch das Schriftsystem ist das gleiche wie im russischen. Sie benutzen beide statt lateinischen Buchstaben, kyrillische. Das ist natürlich für uns etwas schwierig, da wir viele Sachen nicht lesen können. Allerdings ist auch vieles auf Englisch geschrieben. Ein großer Unterschied liegt auch bei ja und nein. Während wir bei ja nicken, schütteln sie leicht den Kopf und bei nein nicken sie dagegen. Wirklich schwer, sich darauf umzustellen.


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Viele Bulgaren verkaufen ihr selbst angebautes Gemüse und Obst. Du kannst an fast jedem Garten klingeln und bekommst zumindest Tomaten. Die gibt es dort nämlich seeeehr viele. Genauso wie selbstgemachter Wein, weil sie überall diese Weinreben als Sonnenschutz in ihrem Vorgarten angepflanzt haben. Außerdem ist Bulgarien eindeutig das Land der Sonnenblumen. Wenn du auf der Autobahn fährst, kannst du nach links und rechts schauen und siehst Sonnenblumenfelder über Sonnenblumenfelder. Du hast den Eindruck, alle Sonnenblumen kommen aus Bulgarien.


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Als wir ans Meer fuhren, waren wir im kleinen Örtchen "Sozopol". Ich glaube, so nah habe ich noch nie am Strand gewohnt. Es hat keine zwei Minuten gedauert, dann hatte ich schon Sand zwischen den Zehen. Überall werden Maiskolben verkauft, die umgerechnet nur 1€ kosten. Wir haben oft Wassermelone gegessen, einfach weil sie dort so lecker und viel günstiger als in Deutschland sind. Du kannst sie auch wirklich überall kaufen. Es gibt sehr viele Stände, die auf den Landstraßen am Straßenrand stehen.


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Die Bulgaren gedenken ihren toten Familienangehörigen sehr lange. Ihnen ist echt wichtig, dass sie niemals in Vergessenheit geraten. Daher treffen sie sich nicht nur regelmäßig, um den toten zu gedenken, sondern hängen auch Blätter auf, auf denen Fotos abgebildet sind und wie lange derjenige schon tot ist. Die hängen dann an Briefkästen, Türen, Regenrinnen, Häuserwänden und so weiter. Ich habe teilweise Wände gesehen, die voll mit diesen Blättern waren. Einerseits irgendwie schön, aber auch etwas gruselig, oder...?


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An Schopska-Salat kommst du in Bulgarien nicht vorbei. Das ist eine sehr gängige Vorspeise und wird auch oft im Restaurant bestellt und selber gemacht. Eigentlich besteht er nur aus Gurken, Tomaten, Paprika und Zwiebeln. Oben drauf kommt dann noch geraspelter Salzlakenkäse und es wird abgeschmeckt mit Essig und Öl. Im Allgemeinen wird in Bulgarien alles geteilt, was auf den Tisch kommt. Das heißt, man bestellt viele verschiedene Sachen und jeder probiert von jedem.


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Drei Tage, bevor wir wieder zurückgeflogen sind, ging es für uns nochmal nach Assenowgrad. Dort gab es einen tollen Bergflug, wo man auch fischen gehen kann. Außerdem ist es da möglich, frischen Fisch, wie z.B. Forellen zu kaufen. Das haben wir dann natürlich auch gemacht und sie am Abend gebraten. Es war so heiß, dass man bis nachts noch in kurzen Kleidern draußen sitzen konnte.


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Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub und wer weiß, vielleicht war das ja nicht das letzte Mal in Bulgarien!

Liebe Grüße
Laura